Stellungnahme zur taz-Kampagne

„Abtreibung schlimmer als Vergewaltigung“ (taz.de, 30.1.2008)

Dankbar und erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass die taz und profamilia, deren Haltung zur Abtreibung immer wieder Anlass zur öffentlichen Kritik gibt, das Abtreibungsthema wieder auf die mediale Tagesordnung gesetzt haben - wir hätten uns das schon aus finanziellen Gründen gar nicht leisten können.

Es ist höchste Zeit, diese Debatte wieder zu beleben: Denn jede Abtreibung ist und bleibt ein ungeheuerlicher, furchtbar brutaler Gewaltakt an einem wehrlosen winzigen kleinen Kind und an seiner Mutter. Schön wäre, wenn diese neue Auseinandersetzung auch ‚nur‘ zu einer Abtreibung weniger führen würde - die Kampagne hätte sich gelohnt.

Aber warum so ein aufgeregtes Geschrei? Gibt es einen Grund, vor der Heidelberger BIRKE Angst zu haben? Wohl kaum. Es geht um die Angst vor einer Wahrheit, die manch einem offenbar bedrohlich erscheint. Die gestellte Frage lautet: Ist eine Abtreibung schlimmer, als eine Vergewaltigung? Eines gleich vorneweg: Wir empfinden den offensichtlichen Versuch, das Eine gegen das Andere auszuspielen als abstoßend und zynisch. Vor allem ist dieses Vorgehen frauenverachtend.

Unsere Haltung in dieser Frage baut nicht auf Meinungen, sondern auf Erfahrungen, also auf Tatsachen auf. Und eine Diskussion darüber ist nur dann sinnvoll, wenn die einzigen wirklichen Experten zu diesem Thema zu Wort kommen: Die betroffenen Frauen selbst!

Was haben uns aber alle Frauen gesagt, die vergewaltigt wurden und die sich dennoch für ihr Kind entschieden haben? Und was sagen die, die nach der Vergewaltigung abgetrieben haben?

Mit seltener Eindeutigkeit sind die Antworten immer die gleichen: Alle Frauen, die nach der Vergewaltigung ‚hilfreiche Abtreiber‘ gefunden haben, zerbrechen an gleich zwei Traumata, an dem der Vergewaltigung und dem der Abtreibung.

Allen Frauen aber, die ihr Kind bekommen haben, gelingt es in weit besserem Maße die ungeheure und furchtbare Erfahrung der Vergewaltigung zu verarbeiten. Die schmerzliche Erinnerung an die erlittene Grausamkeit verblasst immer mehr. Zu Gunsten der Liebe zu einem Kind, zu ihrem Kind. „Ähnelt das Kind dem Vergewaltiger?“ oder „muss ich dann immer wieder an die Vergewaltigung denken?“ - all diese quälenden Fragen, die vor allem während der Schwangerschaft prägend sind, treten plötzlich in den Hintergrund. Nach der Geburt ist die Antwort immer die selbe „ich liebe mein Kind und ich weiss, ich habe richtig gehandelt“.

Jeder der das Gegenteil behauptet, möge uns eine Frau vorstellen, die es bereut, ihrem Kind das Leben geschenkt zu haben!

Angesichts dieser Realität handelt jede Beratungsstelle, die das Gegenteil tut und zur Abtreibung rät, verantwortungslos. Aufgrund unserer Erfahrung und in der Verantwortung für das Wohl dieser Frauen werden wir deshalb auch weiterhin jeder Schwangeren, die ihr Kind infolge einer Vergewaltigung erwartet, als gute Berater empfehlen, ihrem Kind das Leben zu schenken.

Mit Blick auf die neuen Attacken stellt sich aus unserer Sicht aber noch eine weitere, wesentliche Frage: Cui bono? Sprich: Wem nützt diese neue, reflexartige Diffamierungs-Kampagne, nur weil einer die Wahrheit ausspricht? Hat da jemand Angst vor dieser Wahrheit? Sieht da jemand seine Felle davon schwimmen?

Eins ist sicher: Bei profa wird nicht nur beraten, sondern dort werden auch Abtreibungen vorgenommen. Viele vom Staat ausgehaltene Beratungsstellen leben also ausgerechnet davon gut, dass weiter abgetrieben wird. Und wer fragt hier nach dem Leid der Kinder und ihrer Mütter? Wir, die BIRKE, fragen danach!

Denn wenn im Gegensatz dazu, die Beratung der BIRKE zur Geburt eines Kindes führt, spiegelt sich dieser großartige Erfolg nicht als Einnahme auf unserem Konto, sondern als Ausgabe in unserem Hilfsfonds wieder.

Deshalb liebe Leser, ein wichtiges Anliegen zum Schluss: Bitte helfen Sie uns!

Weil sich unsere Beratung kompromisslos am Leben orientiert, erhalten wir keinen Cent an staatlichen Zuschüssen! Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende! Ihre finanzielle Unterstützung kommt unmittelbar Frauen im Schwangerschaftskonflikt und ihren Babys zu Gute. Wir helfen diesen Frauen und ihren Familien mit Mietzuschüssen, zinslosen Kleinkrediten, Tagesmüttern und vielem, vielem mehr - damit ihre Kinder leben!

Spendenkonto: 1080043 bei der Sparkasse Bensheim (BLZ: 509 500 68)

ODER

Hier gelangen Sie zu unserem sicheren Online-Spendenformular:
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Danke. Mit Ihrer Spende helfen Sie schwangeren Frauen und retten das Leben ungeborener Kinder.

Die BIRKE e. V. ist vom zuständigen Finanzamt als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung, die Sie im Rahmen Ihrer Steuererklärung geltend machen können.

IHRE BIRKE

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